Das Programm Leonardo da Vinci ist auf die Lehr-
und Lernbedürfnisse
aller Beteiligten der beruflichen Bildung (einschließlich länderübergreifender
Praktika in Unternehmen, außer für Studierende), sowie auf
die Einrichtungen und Organisationen ausgerichtet, die entsprechende
Aus- und Weiterbildungsgänge anbieten oder fördern.
Was bietet das Programm?
Leonardo da Vinci trägt sowohl individuellen Bedürfnissen als
auch dem Bedarf der Wirtschaft Rechnung. Durch die Entwicklung von Kenntnissen,
Fähigkeiten und Kompetenzen fördert das Programm eine aktive
Unionsbürgerschaft sowie die Beschäftigungsfähigkeit von
Individuen. Da Qualität und Innovation Schwerpunkte sind, werden
auch Unternehmen bei der Bewältigung des technologischen und wirtschaftlichen
Wandels unterstützt - für mehr Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit.
Was ist neu?
Die wichtigsten Änderungen lassen sich in drei Kategorien fassen:
1. Vereinfachung:
Die Zahl der Ziele wurde auf drei, die der Maßnahmen auf fünf
beschränkt.
2. Dezentralisierung:
Den Mitgliedstaaten und anderen Teilnehmerländern wird ein größerer
Verwaltungsanteil übertragen mit mehr Verantwortung für die
Nationalagenturen. Schätzungsweise 75% der Mittel sollen in den
Staaten selbst verwaltet werden können.
3. Stabilität:
Bisher wurden jährlich Aufrufe zur Antragseinreichung veröffentlicht.
In Zukunft bilden Aufrufe mit mehrjähriger Geltungsdauer einen festen
Rahmen.
Welches sind die neuen Leitlinien?
- lebenslange Berufsbildung
- Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien,
- Teilnahme von KMU und Handwerksbetrieben
- Unterstützung der auf dem Arbeitsmarkt am meisten benachteiligten Personen, einschließlich Behinderter
- Grundsatz der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern
- Stärkung der Partnerschaft zwischen Akteuren aus verschiedensten Bereichen.
Wer kann ein Projekt einreichen?
Einzelpersonen (z.B. Jugendliche und Erwachsene
in Erstausbildung oder andere Gruppen) können im Rahmen des Programms ein Stipendium erhalten,
aber individuell keine Projektanträge einreichen. Vielmehr können
private, öffentliche oder halböffentliche Einrichtungen, die
im Bildungsbereich tätig sind oder Fragen der Berufsbildung behandeln,
im Rahmen einer internationalen Partnerschaft einen Leonardo-da-Vinci-Antrag
stellen.
zu solchen Einrichtungen zählen insbesondere:
- Berufsbildungseinrichtungen, -zentren und -organisationen auf allen Ebenen, einschließlich Hochschulen
- Forschungszentren und -organisationen
- Unternehmen, insbesondere KMU und das Handwerk
- Berufsverbände (einschließlich Kammern)
- Sozialpartner
- Gebietskörperschaften
- gemeinnützige Verbände
- ehrenamtliche Verbände und Nichtregierungsorganisationen (NRO).
http://www.sokrates-leonardo.de/frameset-leo.htm
Das Programm Lebenslanges Lernen 2007 –2013 sieht vor, dass auch im Bereich Leonardo da Vinci eine kontinuierliche Steigerung der Mobilität zu verzeichnen ist. Aus diesem Grund sollen 60% des Budgets für Mobilitätsmaßnahmen genutzt werden, d.h. es sollen ca. 80 000 Teilnehmer/innen gefördert werden.
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite der Exekutivagentur
der EU-Kommission unter
http://eacea.cec.eu.int/static/index.htm
und unter